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Ein Beitrag geteilt von Arne Tempel (@arne.tempel)

 

Eine kleine Lektion in Demut:

Du wirst Mist bauen und als Bösewicht im Lebensroman eines anderen Menschen auftauchen.

Und das völlig zu Recht.

Du wirst unachtsam sein und etwas eigentlich „Gutes“ im falschen Moment tun… und damit Schaden anrichten.

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Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Fehler, die du selbst als solche erkennst, nicht die sind, mit denen du den größten Schaden anrichtest.

Ich glaube, die größten Schmerzen verursachen wir, wenn wir im falschen Moment der Meinung sind, etwas Gutes zu tun.

Wenn wir helfen wollen und damit anderen die Möglichkeit nehmen, selbst für sich sorgen zu lernen.

Wenn wir ehrlich sein wollen und damit andere im falschen Moment völlig überfordern.

Wenn wir für unser Ziel kämpfen und dieses „kleine Hindernis“ auf unserem Weg das Lebenswerk eines anderen Menschen ist.

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Wenn wir nach Verbindung suchen und dabei die Grenzen unseres Gegenübers völlig selbstverständlich übertreten.

Wenn wir stark und erfolgreich sind und den Menschen um uns herum keinen Platz mehr für ihre eigene Entfaltung lassen.

Wenn wir für unsere Rechte kämpfen und dabei unsere „menschlichen Pflichten“ vergessen.

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Und das ist manchmal völlig in Ordnung.

Ich glaube nicht an grundsätzlich „toxisches Verhalten“, toxische „Männlichkeit / Weiblichkeit“ oder toxisches wasauchimmer.

„All Ding ist ein Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ (Paracelsus)

Das meiste tun wir aus reinem Gewissen.

Manchmal klappt es, manchmal werden wir eines Besseren belehrt.

Aber das Risiko vermeiden zu wollen, andere Menschen zu verletzen, würde heißen: Nicht leben zu dürfen.

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Wer nichts macht, macht auch nichts falsch.

Alles, was heute an diesem Ort hilfreich ist, kann morgen an einem anderen Ort schon wieder falsch sein.

Manchmal hilfst du anderen durch deine ausgeübte Liebe – manchmal hilfst du ihnen durch den Wachstumsschmerz, den du in ihnen auslöst.

So, wie andere Menschen das auch bei dir tun.