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Ein Beitrag geteilt von Arne Tempel (@arne.tempel)

Niemand muss „mehr aushalten“ lernen.

Du musst nicht lernen, dir mehr gefallen zu lassen.

Du musst nicht lernen, bei Respektlosigkeiten von anderen „ruhiger“ zu bleiben.

Du musst nicht lernen, den Stress auf Arbeit mehr auszuhalten.

Du musst nicht lernen, weniger „Aua“ zu sagen, wenn es wehtut.

Du musst nicht lernen, deine Meinung herunter zu schlucken, wenn du weißt oder glaubst, dass die Menschen um dich herum damit nicht umgehen können.

Denn im Grunde verlangt die Gesellschaft hier nicht weniger von dir, als dich innerlich schon tot zu machen, bevor du es irgendwann sowieso bist.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen „tot“ und „ruhig“.

Ruhig wirst du durch Erfahrung.

Durch die Erfahrung, dass du am Leben bleibst, selbst wenn es manchmal unangenehm ist.

Aber es ist wie mit der Angst vor der Dunkelheit: Sie geht nicht weg, wenn du dir jedes Mal die Augen zuhältst, wenn das Licht ausgeht.

Sie geht erst langsam weg, wenn du der Dunkelheit mit offenen Augen entgegenschaust.

Wenn du bewusst durch die Dunkelheit gehst.

„Bewusst“.

Nicht „blind“ oder „innerlich tot“.

Und so ist es auch mit der Resilienz in anderen Stresssituationen.

Halt die Augen offen.

Spüre den Stress.

Und triff eine Entscheidung, wie du damit umgehst.

Diese Entscheidung treffen die meisten nicht.

Sie lassen alles „einfach geschehen“.

Den Blick zum Boden oder nach innen, anstatt dem Teufel direkt in die Augen zu schauen und die innere Anspannung zu spüren…

… eben so lange, bis die Anspannung von alleine geht, da meistens eben nicht viel passiert. Die Anspannung scheint oft das „Schlimmste“ zu sein, was eben da ist… der Rest ist nur Fantasie.

Die meisten Menschen sollten also nicht lernen, das Schutzschild fester zu halten, sondern das Schwert entschiedener zu ziehen.

Es aus der Scheide zu ziehen und damit eine Ent-Scheidung zu treffen.

Eine Entscheidung, die besagt „Ich weiß vielleicht noch nicht, WAS jetzt zu tun ist, aber ich weiß: SO will ich es nicht.“