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Ein Beitrag geteilt von Arne Tempel (@arne.tempel)

Wir alle machen Fehler.

Und die meisten von uns gehen mit Fehlern auf ähnliche Weise um.

Sie verurteilen sich.

Vielleicht beschimpfen sie sich sogar aufs derbste.

Aber das ist dumm, weißt du warum?

Jeder Fehler bringt natürliche Konsequenzen mit sich.

Wir verletzen jemanden und müssen uns mit der Reaktion des anderen, dem Zustand des anderen oder unseren Schuldgefühlen auseinandersetzen.

Etwas geht kaputt.

Wir verlieren Zeit oder andere Ressourcen.

Das negative und zugleich lehrreiche Feedback der Welt da draußen ist also schon da.

Warum sollten wir uns also nun zusätzlich dafür bestrafen?

Ziemlich sinnfrei.

Natürlich haben wir das auch von anderen gelernt.

Andere Menschen haben unseren „Wert als Mensch“ herabgestuft, weil wir etwas getan haben, was ihnen „Probleme gemacht“ hat.

Wer nun mehr an sich zweifelt, probiert weniger und macht demnach auch weniger Fehler.

Er verliert aber auch die Möglichkeit, sein Leben selbst zu gestalten.

Lass das einfach mal sein.

Lass die Konsequenzen für sich sprechen.

Mach ich bei meinem Sohn übrigens genauso.

Gestern hat er mal wieder den Becher auf dem Tisch beim Herumzappeln umgeworfen und damit den ganzen Tisch in eine klebrige Sumpflandschaft verwandelt… inklusive seiner eigenen Hose.

Klare Konsequenzen:

Nasse Hose muss gewechselt werden, Becher muss neu aufgefüllt werden und alles muss aufgewischt werden.

Alles darf er tun, da er es ja verursacht hat (natürlich mit etwas Hilfe).

Da braucht es kein „Siehst du, was du schon wieder abgerichtet hast!“, „Och Mann, jetzt sitz doch endlich mal still!“ oder „Dafür kriegst du jetzt keinen Nachtisch!“.

Das wären sinnfreie, künstlich erzeugte Konsequenzen, die nichts bewirken, außer in ihm die Angst vorm Fehlermachen zu installieren.

Tu es bei dir und deinen Kindern:

Lass einfach mal die natürlichen Konsequenzen also solche stehen und sieh von zusätzlicher Bestrafung ab.

So sieht praktizierte Selbstliebe aus!